Der Dom bildet seit 1200 Jahren das Zentrum der Stadt Minden und ist zugleich die Heimat einer aktiven katholischen …
Die 9 besten Sehenswürdigkeiten in Minden
Minden liegt dort, wo die Weser sich vom Teutoburger Wald in die norddeutsche Tiefebene begibt. Hier kann man in einer Altstadt mit einem alten Dom (über 1000 Jahre) ein Wasserstraßenkreuz betrachten, wozu Ingenieure aus allen Ländern Europas kommen, und an der Weserpromenade den Abend schön ausklingen lassen. Dazu finden sich ein paar Ziele, die besonders für Familien interessant sind. Hier die Sehenswürdigkeiten der Stadt Minden in der Reihenfolge, wie sie an einem Tage schön miteinander verknüpfbar sind.
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Der Dom und die Altstadt
Der Dom St. Petri ist das Herz von Minden, schon seit mehr als 1000 Jahren. Das westfälische Westwerk aus dem 11. Jahrhundert und die große gotische Halle mit ihren Maßwerkfenstern zählen zu den schönsten Kirchenbauten in Westfalen. Im Domschatz hängt das Mindener Kreuz, ein romanisches Bronzekruzifix, das man sich ruhig einmal genau ansehen sollte. Rund um den Dom Minden liegt die Altstadt mit ihren Bürgerhäusern der Weserrenaissance, dem alten Rathaus mit seiner Laubenhalle aus dem 13. Jh., kleinen Gassen mit Cafés und Läden. Wer die Stadtgeschichte verstehen will, geht danach ins Mindener Museum, das in einer Reihe von Weserrenaissance-Häusern an der Ritterstraße liegt und vom Bistum, der preußischen Festungsstadt und vom Leben an der Weser erzählt. Es ist übersichtlich, ein bis zwei Stunden genügen.
Das Wasserstraßenkreuz und die Schachtschleuse
Das Wasserstraßenkreuz Minden ist die Sehenswürdigkeit, für die Technikfans extra anreisen. Hier führt der Mittellandkanal in einer Trogbrücke über die Weser, in gut 13 m Höhe. Zwei Brücken liegen hier nebeneinander, die alte von 1914 und die neue aus den 1990er Jahren. Man kann oben am Kanal entlanglaufen und den Schiffen zusehen, die über den Fluss fahren, ein recht seltsamer Anblick. Direkt daneben findet sich die Schachtschleuse Minden, die Schiffe vom Kanal zur Weser und umgekehrt um rund 13 Meter hebt oder senkt. Einmal geschleust zu werden, dauert bei einem Frachter eine Weile, man steht aber selten allein am Geländer.
Vom Dom zum Kreuz rechnet man zu Fuß eine halbe Stunde oder ein paar Minuten mit dem Rad, man findet dort ein Informationszentrum, das erklärt, wie das alles funktioniert.
Auf der Weser unterwegs
Wer das Kreuz lieber von unten sieht, fährt mit der Mindener Fahrgastschifffahrt. Die Schiffe legen an der Weserpromenade ab und fahren, je nach Tour, unter der Trogbrücke hindurch bis zur Porta Westfalica oder durch die Schleuse in den Kanal. Die Schleusenfahrt ist die aufregendere Möglichkeit, weil man dabei selbst in der Kammer steht. Und auch an der Promenade lohnt sich ein Spaziergang zu jeder Jahreszeit. Im Sommer sitzen die Mindener hier auf den Stufen am Wasser, es gibt Biergärten, im Winter schaut man auf die beleuchtete Fischerstadt gegenüber.
Familien und Regenwetter
Minden hat für Kinder mehr zu bieten als viele größere Städte. Der Potts Park Minden im Stadtteil Dützen ist ein Freizeitpark mit Achterbahnen, Wasserspielen und vielen Attraktionen, bei denen die Kinder selbst etwas tun müssen, anstatt nur zu sitzen. Er ist übersichtlich, bezahlbar und für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren so ziemlich ideal. Bei Schlechtwetter geht es ins Mindocino Minden, einen großen Indoorspielplatz mit Klettergerüsten, Rutschen und Trampolinen. Wer es sportlich mag, springt im Mega Bounce Minden auf mehreren hundert Quadratmetern Trampolinfläche. Und im Sommer bleibt das Melittabad Minden, ein Freibad mit Rutschen und viel Liegewiese, das an heißen Tagen voll ist, aber nie eng wird.
Ausflüge in die Umgebung
Nur ein paar Kilometer weserabwärts steht das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica. Von der Terrasse blickt man über die Weser, die Stadt und bei klarem Wetter weit in die Ebene hinein. Man kann es mit dem Auto, dem Rad oder von Minden aus auch leicht mit dem Schiff erreichen. Auf der anderen Seite der Stadt liegt der Mittellandkanal mit Radwegen in beide Richtungen, südwärts wartet das Wiehengebirge mit seinen Wanderwegen.
Ein Tag in Minden, so passt alles zusammen
Am Vormittag Dom, Altstadt und Museum, dann mittags an der Weser essen und mit dem Schiff zum Wasserstraßenkreuz und zurück. Wer mit Kindern kommt, tauscht das Museum gegen den Potts Park und den Schiffsausflug gegen das Melittabad. Zwischen Ende November und Weihnachten kommt der Weihnachtsmarkt Minden rund um den Dom dazu, einer der stimmungsvollsten in Ostwestfalen-Lippe. Alle Ziele unten in der Liste haben Adresse, Anfahrt und, wo bekannt, Öffnungszeiten.
Anreise, Parken und Essen gehen
Minden liegt an der A2 und an der Bahnstrecke Hannover–Bielefeld, der Bahnhof ist gut 20 Minuten Fußweg vom Dom entfernt, mit dem Bus geht es schneller. Wer mit dem PKW kommt, parkt am besten in einem der Parkhäuser am Rand der Altstadt, z. B. am Simeonsplatz oder an der Weserpromenade, und läuft von dort. Rund um das Wasserstraßenkreuz gibt es kostenlose Parkplätze am Kanal. Für Radfahrer ist Minden ein Knotenpunkt: Der Weser-Radweg und Mittellandkanal-Radweg kreuzen sich hier, beide sind flach und familientauglich. Wer zwischendurch Hunger hat, findet in der Altstadt und an der Weserpromenade alles, was das Herz begehrt, von der Currywurst bis zum Fischrestaurant. Die besten Restaurants in Minden mit Bewertungen und Öffnungszeiten haben wir in einer eigenen Liste zusammengestellt. Und wer im Sommer kommt, sollte den Abend an der Weser einplanen, wenn die Sonne hinter der Porta Westfalica untergeht.