Antoniuskapelle

Das kleine katholische Gotteshaus

An der Steinbruchstraße in Oerlinghausen steht ein ganz besonderes Bauwerk: die Antoniuskapelle.

Das kleine katholische Gotteshaus wurde 1922 errichtet und in den folgenden Jahren von Bildhauer Berthold Müller-Oerlinghausen und seiner Frau Jenny Wiegmann ausgestaltet. Was die Kapelle den beiden Künstlern bedeutet, schrieb Berthold Müller-Oerlinghausen 1975:

„Die ganze Kapelle ist eine Liebeserklärung von zwei jungen Menschen, die in der Kirche etwas gefunden haben, was sie vorher nicht kannten, oder besser, von dem sie vorher nichts wussten. Das machte sie von innen so glücklich, dass sie alles, was sie taten, aus diesem Jubel heraus formten…“

Die Kapelle wurde nach ihrem Bau von der kleinen katholischen Gemeinde genutzt, die nach dem Ersten Weltkrieg aber stetig anwuchs. Durch die Folgen des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Katholiken in Oerlinghausen weiter, so dass sie sonntags regelmäßig aus allen Nähten platzte. Nachdem 1952 die Decke der Kapelle eingestürzt war, musste eine neue Kirche her. 1955 wurde die Pfarrkirche St. Michael an der Marktstraße eingeweiht.

Die Antoniuskapelle wurde in der Folgezeit als Jugendheim genutzt, ehe 1963 ein neues Jugendheim an der Pfarrkirche errichtet wurde. In den Jahren 1975 und 2000 wurde das Baudenkmal umfassend saniert. Heute finden in der Antoniuskapelle regelmäßig Messen und Betstunden der katholischen Gemeinde statt.

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